BLOGAKTION: Cover Monday – Das Juwel ~ Die weiße Rose

Cover MondayCover Monday ist eine von Maura ins Leben gerufene Aktion, bei der wöchentlich ein wunderschönes Buchcover vorgestellt werden kann.

In dieser Woche – quasi Cover Mittwoch *lach* –  möchte ich euch einen Neueinzug zeigen:

Sie kann dem Juwel entkommen – aber nicht ihrer Bestimmung.

Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See sie mit Ash, dem angestellten Gefährten des Hauses, ertappt hat, bleibt Violet keine Wahl, als aus dem Palast zu fliehen oder dem sicheren Tod ins Auge zu sehen. Zusammen mit Ash und ihrer besten Freundin Raven rennt Violet aus ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin davon. Doch das Juwel zu verlassen ist alles andere als einfach. Auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt verfolgen die Regimenter des Adels sie auf Schritt und Tritt. Die drei Geflohenen schaffen es nur äußerst knapp, sich in die sichere Umgebung eines geheimnisvollen Hauses in der Farm zu retten. Hier befindet sich das Herz der Rebellion gegen den Adel. Zusammen mit einer neuen Verbündeten entdeckt Violet, dass ihre Gabe sehr viel mächtiger ist, als sie sich vorstellen konnte. Aber ist Violet stark genug, sich gegen das Juwel zu erheben? (Inhalt + Cover © FJB)

Ja, schon wieder eines dieser vielen opulenten Kleider! Aber das Besondere dieses Covers ist gar nicht mal das, zugegeben sehr schöne, Kleid oder etwa diese Spiegelungen des Mädchens wie in einem Prisma. Nein, was mich absolut an diesem Cover begeistert, sind die vielen kleinen Tautropfen, die nicht nur optisch, sondern auch haptisch mein Leserherz erfüllen! Leider kommt das auf den Abbildungen gar nicht so zur Geltung. Aber wer das Buch in Händen hält, wird wissen was ich meine … ;o)

Was meint ihr zu diesem Cover? Habt ihr das Buch vielleicht sogar selbst schon in Händen gehalten?

Signatur_SU

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REZENSION: vergissdeinnicht ~ Cat Clarke

vergissdeinnichtTitel: vergissdeinnicht
Autor: Cat Clarke
Seitenzahl: 288 Seiten
Erschienen: März 2012
ISBN: 978-3-7857-6061-1
Verlag: Bastei Lübbe

Ein weißer Raum. Und nichts darin als ein Tisch, Stapel von Papier und Stifte. Und Grace. Sie weiß nicht, wie sie in diesen Raum gekommen ist, sie weiß nicht, warum sie dort ist. Und wie sie jemals wieder aus dem endlosen Weiß entfliehen kann. Um nicht verrückt zu werden, beginnt sie, ihre Gedanken niederzuschreiben.
Ganz allmählich setzt sich dabei das Puzzle ihrer Vergangenheit zusammen – und Grace spürt: Um sich befreien zu können, muss sie die ganze Wahrheit über sich selbst herausfinden… (Inhalt + Cover © Bastei Lübbe)

Rezension:

Als Grace beschließt, ihrem Leben ein Ende zu setzen, schreibt sie keinen Abschiedsbrief. Sie nimmt ein Messer, besorgt sich Alkohol und geht gezielt in den Park. Die Siebzehnjährige hofft, dass nicht ausgerechnet ein Kind ihre Leiche in dem Häuschen auf dem Klettergerüst findet, weicht jedoch nicht von ihrem Plan ab. Ein Schluck aus der Flasche. Ein Schnitt. Plötzlich ein Geräusch!

Ein Typ auf der Schaukel, schwingt so hoch er kann. Grace klettert aus dem Häuschen, torkelt zu ihm rüber und redet mit ihm. Sein Name ist Ethan. Eine Menge Fragen, ein Kuss, eine Fahrt in seinem Van …

Als Grace die Augen öffnet, befindet sie sich in einem Raum aus blütenreinem Weiß. Ein gemütliches Bett, ein eigenes Badezimmer, ein Tisch und ein Stuhl – alles weiß. Dazu drei Stapel unbeschriebenes Papier sowie siebenundvierzig Kugelschreiber. Das Fenster verbarrikadiert, die Tür verschlossen. Ihre Kleidung getauscht gegen ein Nachthemd, ihre Uhr weg. Die zugeteilten Mahlzeiten entsprechen immerhin ihrem Geschmack. Allem Anschein nach wurde Grace entführt. Wer ist Ethan? Was hat er vor? Ungewiss …

Grace beginnt zu schreiben. Sie hat sich schon immer gewünscht, Schriftstellerin zu werden und was kann sie in diesem Raum schon anderes tun. Grace schreibt über ihr Leben – Zigaretten, Alkohol, Jungs und selbstverletzendes Verhalten. Aber auch über ihre beste Freundin Sal Stewart, ihre große Liebe Nat Scott, ihre Mutter und ihren Vater.

Eine Geschichte über Freundschaft und Verrat, Liebe und Leid und die Folgen herben Verlusts.

„vergissdeinnicht“ ist Cat Clarkes erfolgreiches Romandebüt. In erster Person Singular lässt die Autorin ihre Leserschaft an dem bewegenden und berührenden Schicksal ihrer Hauptfigur Grace Carlyle teilhaben. Überraschend tiefgründig, mit eigentlich ganz einfachen stilistischen Mitteln, offenbart sich häppchenweise eine wahre Tragödie.
Glaubt der Leser eingangs noch, Zeuge einer bloßen Entführung zu sein, erwartet ihn doch tatsächlich ein intensives Spektakel der Emotionen. Der weiße Raum fasziniert, er schockiert und vor allem fördert er die Wahrheit zutage. Grace ist kein unbeschriebenes Blatt. Sie hat allerhand auf dem Kerbholz. Doch das aus gutem Grund. Sal war lange Zeit ihr Ruhepol, die Gute, intelligent, vernünftig und geerdet. Doch dann verbirgt sie ein Geheimnis vor Grace. In Gegenwart von Nat fühlt sich Grace geborgen, mit sich selbst im Reinen und spürt zum ersten Mal die Kraft der Liebe. Ihre Mutter glänzt überwiegend durch Abwesenheit, ihr Vater ist tot. Die Zusammenhänge ergeben sich wie ein Puzzle. Über achtundzwanzig Tage erlebt der Leser den Wechsel zwischen Hier und Jetzt und Erinnerungen an die Vergangenheit. Gedanken, Gefühle und Taten wirken sehr authentisch, die Nähe zum Geschehen ist greifbar. Einmal mit der Lektüre begonnen, nimmt der Sog des Geschehens kein Ende. Schließt sich der Roman, wirkt er dennoch lange nach … Cat Clarke ist eine Autorin, die man sich merken sollte.

„vergissdeinnicht“ erscheint als Paperback bei Lübbe. Das Cover passt ausgezeichnet zum Romaninhalt. Mattes Weiß, über und über mit transparenter Schrift aus glänzendem Spotlack bedruckt. Ein unmittelbarer Bezug zur Geschichte. Vereinzelte Buchstaben, in Lila hervorgehoben, ergeben den Buchtitel. Im Inneren erleichtern Szenentrenner die Orientierung. Papier, Satz und Druck sind ohne Fehl und Tadel.

Fazit:

„vergissdeinnicht“ ist temporeiches Kopfkino, ein Feuerwerk an Emotionen und nachhaltig bewegend. Cat Clarke schreibt ungeheuer authentisch, spannend und vor allem tiefsinnig mit viel Feingefühl. Intensive Literatur um Schicksal, Wahrheit, Leben und Tod. Ein Highlight auf dem Büchermarkt!

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BLOGAKTION: Montagsfrage – Cliffhanger / offenes Ende

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Jede Woche stellt Svenja von Buchfresserchen eine neue Frage, die innerhalb der nächsten 7 Tage, also nicht zwingend montags, beantwortet werden kann. Diese Woche geht es um folgende Frage:

Wie kommst du mit einem offenen Ende oder einem Cliffhanger klar?

Bisher habe ich mir eure Antworten, insofern schon vorhanden, noch nicht angesehen – aber ich könnte mir gut vorstellen, dass ich mit meiner Einstellung wieder etwas ab vom Schuss bin. Ich liebe es nämlich, wenn ein Buch traurig oder aber offen endet! Im Schnitt wird ja doch eher ein happy end bevorzugt. Nicht so bei mir! Ich schließe mein Kopfkino gerne selbst … ;o)
Bei traurigen Büchern, wenn denn Schreibstil, Charakterausarbeitung, Setting und alles drumherum passen, heule ich dann auch schon mal wie ein Schlosshund im Regen. ;o)
Cliffhanger .. hm tja … zum Romanende innerhalb einer Serie / Reihe sind sie schon ok. Nerven allerdings, wenn man ein Jahr oder länger auf die Fortsetzung warten muss. Dann lieber erst alle Bücher beisammen haben, um möglichst fix weiterlesen zu können. Wenn die gesamte Serie / Reihe oder auch ein Einzelbuch mit einem Cliffhanger endet, finde ich es weniger schön. Der Abschluss sollte schon irgendwie seicht verlaufen und nicht mit einem Klippensturz vergleichbar sein. Die nehme ich dann wirklich nur unter dramatischen Bedingungen gern in Kauf. Muss dann allerdings auch wieder zur Gesamtlektüre passen.

Wie steht es bei euch um offene Enden bzw. Cliffhanger – top oder Flopp?

Signatur_SU

 

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