REZENSION: Riley 2 / Im Schein der Finsternis ~ Alyson Noël

Titel: Riley. Im Schein der Finsternis
Originaltitel: Shimmer
Autor: Alyson Noël
Übersetzer: Ulrike Laszlo
Seitenzahl: 224 Seiten
Erschienen: Juli 2011
Preis: 12.99 EUR
ISBN: 978-3-442-20384-0
Verlag: Page & Turner Verlag

Riley ist tot, und das genießt sie ausgiebig, denn schließlich hat sie eine mehr als spannende Aufgabe: Seelen einzufangen, die auf ihrem Weg ins Jenseits verlorengegangen sind. Dabei sind es die schweren Fälle, derer sie sich mit Vorliebe annimmt. Allerdings fragt sie sich inzwischen, warum sie ausgerechnet diesem Geistermädchen Rebecca helfen wollte? Sie ist voller Hass und will nur Rache für ihren Tod: In einem gefährlich dunkel-glitzernden Nebel aus Zorn hält sie unzählige Seelen gefangen, um sie zu quälen. Riley ist verzweifelt – wie kann sie diesem Grauen ein Ende setzen? Wie kann sie der Finsternis gegenübertreten, ohne sich selbst darin zu verlieren? (Inhalt + Cover © Page & Turner Verlag)

Rezension: Idee, Umsetzung, Meinung

Nach ihrem Tod findet Riley vorübergehend als Seelenfängerin eine neue Bestimmung. Der Radiant Boy war eine brisante Herausforderung, doch längst nicht die härteste Nuss, die es zu knacken gilt. Verlorene Seelen gibt es zu Hauf. Die einen lassen sich nach anfänglicher Verwirrung leicht über die Brücke ins Jenseits führen, bei anderen braucht es weit mehr Überzeugungskraft.
So zum Beispiel bei dem Geistermädchen Rebecca, die zusammen mit ihrem treuen Begleiter, einem bedrohlichen Höllenhund, ihr Unwesen in der Zwischenwelt treibt.

Ein kurzzeitiger Ausflug als Belohnung für bravourös gemeisterte Aufgaben führt Riley, Bodhi und Buttercup an den Strand von St. John, einer der Virgin Islands. Hier trifft Riley zum ersten Mal auf den Black Shuck, ein riesiger Phantomhund mit schwarzem Fell und glühenden Augen.
Und obwohl Bodhi auf Regeln und Vorschriften des Rates und seine Anweisung als Führer beharrt, schmiedet sie alsgleich Pläne, dieses Wesen aus seiner Situation zu befreien und sein Schicksal zu erfüllen.
Ihrer Neugier folgend, macht sie schließlich Bekanntschaft mit Rebecca, einem weiteren Geist. Der zarte Schimmer, der sie umgibt und das niedliche Äußere mögen das Auge täuschen, doch Riley ist sich sicher, dass das Mädchen ein dunkles Geheimnis verbirgt.

Ahnung wird zu Gewissheit als Rebecca durch List und Tücke Bodhi und Buttercup in einer glänzenden Seifenblase gefangen nimmt.

Unerwartete Schützenhilfe erhält Riley von Prinz Kanta. Mittels eines Erinnerungstees erfährt sie um seine Vergangenheit. Einst führte er ein luxuriöses Leben als Herrscher in einem afrikanischen Palast, doch endete er schließlich als Sklave auf einer Plantage in der Fremde. Harte Arbeit auf dem Feld und barbarische Folterungen waren fortan sein Los. Bis zu jenem Tag, an dem die Unterdrückten gegen den Plantagenbesitzer, Rebeccas Vater, rebellierten. Ein Teufelskreis der Gewalt …

Kanta steckt ebenso wie Rebecca in der Zwischenwelt fest. Wird seine Lektion über Fokussierung, Umsicht und Konzentration Riley helfen, die Gefangenen, Bodhi, Buttercup sowie Kantas Brüder und Schwestern, aus der Seifenblase aus Wut und Hass zu befreien?

Mit RILEY – IM SCHATTEN DER FINSTERNIS bestreitet das lieb gewonnene Geistermädchen eine weitere große Aufgabe als Seelenfängerin in der Zwischenwelt.
Eingangs rekapituliert Alyson Noël wichtige Ereignisse der jüngsten Vergangenheit zum besseren Verständnis der Zusammenhänge.
Eine gespenstische Atmosphäre im dichten Nebel im Angesicht einer furchterregenden Kreatur empfängt den Leser und versetzt ihn in gespannte Erwartung. Die Legende des Snarly Yow, auch Black Shuck genannt, einem Wächter über Grabstätten, verspricht ein aufregendes Abenteuer.

Fünfundzwanzig Kapitel in erster Person Singular aus Sicht Rileys fesseln ans Geschehen. Einer Anmerkung der Autorin zufolge basieren die Ereignisse auf wahren Begebenheiten aus dem Jahre 1733, genauer dem Sklavenaufstand auf den amerikanischen Jungferninseln. Figuren und Schauplätze sind jedoch rein fiktional.
Neben Riley, Bodhi und Buttercup erhalten neue Charaktere tragende Rollen.
Prinz Kanta, in seiner Heimat ein mächtiger Mann, wird dank widriger Umstände zum Sklaven auf St. John. Rebecca ist die Tochter des herrschsüchtigen Plantagenbesitzers, der keine Gnade kennt. Ihr jahrelanger Wunsch nach Beachtung und Anerkennung durch ihren Vater macht aus ihr ebenfalls eine selbstherrliche Tyrannin.
Verknüpft mit historischen Vorgaben, vermittelt die Autorin Grauen und Verzweiflung. Erinnerungen an vermeintliches Geschehen wecken Betroffenheit und untermauern intensive Emotionen.
Und auch Bodhi lässt in seine Vergangenheit blicken und wird für den Leser transparenter. Ein bitteres Ereignis weckt Mitgefühl für seine Person.
Hauptfigur Riley hat nach wie vor ihren eigenen Kopf und wird nicht müde, ihren Willen rücksichtslos in die Tat umzusetzen. Im Laufe des Geschehens kommt sie nicht um einige wichtige Erkenntnisse herum. Das aufgeweckte Mädchen macht ihre Erfahrungen und lernt dazu.

Alyson Noël gesteht ihr weitere aufregende Missionen zu. Die Leser dürfen gespannt sein, ob die Fortsetzung RILEY – DIE GEISTERJÄGERIN hält, was die Autorin verspricht. Eine kurze Leseprobe aus dem dritten Band der Serie gewährt erste Eindrücke.
Hiernach folgen Danksagung und zehn ergänzende Fragen an die Autorin, denen sie Rede und Antwort steht.

Optisch passt RILEY – IM SCHEIN DER FINSTERNIS hervorragend zum Vorband. Als Klappenbroschur mit Spotlackakzenten bleibt Page & Turner dem frischen Design des Serienlayouts mit leuchtender Blüte auf weißem Grund, verziert mit schwarzen Vögeln, treu. Papier, Satz und Druck sind einwandfrei.

Fazit

IM SCHEIN DER FINSTERNIS stellt sich Riley einer neuen, großen Herausforderung.
Auf Grundlage einer realen historischen Begebenheit spinnt Alyson Noël ihre fiktionale Geschichte um verlorene Seelen aus der geheimnisvollen Zwischenwelt kontinuierlich weiter. Eine bedrückende Atmosphäre, bewegende Momente und intensive Emotionen fesseln den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.

Herzlichen Dank an den Page & Turner Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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Über FiktiveWelten

Bücherwurm – überrascht?!? Fotoknippser – schlimmer als jeder Tourist und ganz egal was ^^ Abenteurer – stets auf Entdeckungstour: "Mein Schaaaatz!!!" (Geocaching) Produkttester – weil’s Spaß macht, Wirbelwind – Chaos in Person FiktiveWelten – seit 2010 :o)
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2 Antworten zu REZENSION: Riley 2 / Im Schein der Finsternis ~ Alyson Noël

  1. Sandrina schreibt:

    Hallöchen,

    ich habe nun meinen eigenen Bücherblog erstellt. Ich würde mich freuen, wenn du vorbeischaust 🙂

    LG, Sandrina

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