WORTWERT: abc.etüden ~ schreibwoche 28.17

Von Rina.P inspiriert, habe ich die abc.etüden von Christiane für mich entdeckt.

Die Regeln sind einfach:

3 vorgegebene Begriffe, maximal 10 Sätze ergeben eine kleine Kurzgeschichte.
Zur entsprechenden Schreibeinladung verlinken – fertig!

 

Auch diese Woche hatte ich eine spontane Idee für die aktuelle Schreibeinladung. Und nachdem ich beim letzten Mal ein fröhliches Abenteuer einging, gibt es heute zur Abwechslung ein trauriges Intermerzzo. Übrigens rein fiktiv. ;o)

Die Begriffe für die Schreibwoche 28.17 hat sich autopict ausgedacht:

Mondsichel – Zäsur – kontrollieren

Abschied

Es gab ausreichend Hinweise und Unstimmigkeiten. Ebenso viele Möglichkeiten, ihn zu kontrollieren. Doch sie brauchte keine Beweise, sie wusste Bescheid. Als er nach all den Jahren stillschweigend die Wohnung verließ, kam dies dennoch einer harten Zäsur gleich. Sie hatte nicht erwartet, je wieder allein zu sein. Ungebunden und frei. Eine Freiheit, um die sie nicht gebeten hatte. Sie stand da, in dieser kalten Winternacht, und beobachtete durch das Fenster im ersten Stock, wie er vor dem Haus seine letzten Habseligkeiten im Kofferraum verstaute. Dunkle Wolken schoben sich vor die Mondsichel und ihr rannen Tränen über die Wangen. Einst dachten beide, ihre Liebe hielte bis in alle Ewigkeit …


Zehn Sätze sind wenig, um den gesamten Spielraum der Trauer zu umfassen.
Hoffentlich hat es trotzdem im Ansatz funktioniert. Was meint ihr?

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Über FiktiveWelten

Bücherwurm – überrascht?!? Fotoknippser – schlimmer als jeder Tourist und ganz egal was ^^ Abenteurer – stets auf Entdeckungstour: "Mein Schaaaatz!!!" (Geocaching) Produkttester – weil’s Spaß macht, Wirbelwind – Chaos in Person FiktiveWelten – seit 2010 :o)
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13 Antworten zu WORTWERT: abc.etüden ~ schreibwoche 28.17

  1. Christiane schreibt:

    Ja, funktioniert. Ist eine sehr bedrückende Stimmung. Und es ist eine dieser Etüden, die man liest und sich hinterher fragt: Was waren noch gleich die Worte, die eingebaut werden sollten? Also, alles bestens, vielen Dank, schön, dass du mitgemacht hast!
    Liebe Grüße
    Christiane

  2. Doch, es funktioniert! Wer es nicht selbst erlebt hat, erhält eine Ahnung davon; Betroffene werden feuchte Augen oder Gänsehaut bekommen. | Liebe Grüße, Bernd

  3. rina.p schreibt:

    Mehr Sätze hat es nicht nötig um die Trauer zu spüren. Sehr gut geworden 👍

  4. autopict schreibt:

    Hej, toll, und danke für deine Version. Ich finde deinen Text gut, und weil du Zweifel wegen der Länge hast, meine ich eher, dass der Reiz in der Kürze liegt und vielleicht die weiteren Gedanken der Kreativität des/der Lesenden entspringen könnte/n. Wenn es zu viel Text ist, kann man auch mal was zu Tode schreiben. Hier jedenfalls nicht. Also meine Meinung, ich bin aber auch nicht der Obertextversteher, andere können das besser.
    Im Übrigen habe ich jüngster Zeit mehrfach gehört, dass man mit zunehmendem Alter gerne kürzere Texte liest, (iiieh, über meiner Tastatur hat sich eben eine Spinne abgeseilt, ieeeh, Moment…. brrr, jetzt ist sie weg) – wo war ich – genau: weil das Risiko der Lebenszeitverschwendung bei langen Texten, die am Ende schlecht sind, größer ist. Langer Satz, ok. Muss ich mal drüber nachdenken.
    LG aus dem Süden.

    • FiktiveWelten schreibt:

      *Hektischer Blick nach oben – ok, keine Spinne in Sicht*
      Stimmt schon, zu Tode schreiben geht genauso gut wie ein Thema zu Tode reden. Ich bewundere Menschen, die es kurz und knapp auf den Punkt bringen. In dieser Hinsicht sollte ich auch meine Rezensionen etwas zurechtstutzen. Mitunter neige ich da zum etwas dickeren Roman. Und jünger wird schließlich keiner von uns … ;o)

      Liebe Grüße von weiter oben,
      Patricia

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