GASTREZENSION: Sternenstaub / Vi@Inkvotary

Liebe Weltenbummler,

wir wünschen euch gute Unterhaltung mit einer weiteren Gastrezension von
Vi von Inkvotary: Sternenstaub! :o)

Titel: Sternenstaub
Autor: Nora Roberts
Seitenzahl:
477 Seiten
Erschienen: Juni 2017
Preis: 9.99 EUR
ISBN: 978-3-7341-0341-4
Verlag: Blanvalet

Wenn der Sternenstaub zur Erde fällt, erfüllen sich die geheimsten Wünsche …

Die selbstbewusste Archäologin Riley hat einen Auftrag: Zusammen mit fünf weiteren Auserwählten muss sie nach Irland reisen, um dort die Suche nach dem letzten Stern, dem Stern des Eises, zu vollenden und das Schicksal der Welt zu retten. Um die noch fehlenden Hinweise zu finden, vertieft sich Riley in die Geschichte und die Mythen Irlands. Als sie eines Tages in eine gefährliche Situation gerät, ist es der geheimnisvolle Doyle, der sie rettet, und sie kommen einander näher, gefährlich nah. Doch Doyle verschloss einst sein Herz für immer. Wird ihre Liebe trotzdem eine Chance haben? Und werden die sechs Auserwählten es schaffen, ihre Mission zu erfüllen?
(Inhalt + Cover © Blanvalet)

Rezension:

Story
Der Unsterbliche Doyle und die Werwölfin Riley stehen vor der Aufgabe, den dritten Stern, den Eis-Stern, zu finden. In der Abgeschiedenheit der Küste Irlands, inmitten vieler Bücher und einer malerischen wie magischen Landschaft, gibt es viele Hinweise und Stellen, wo der Stern sein könnte. Doch erst der grausame Überfall von Nerezza gibt eine Ahnung, wo genau sie suchen müssen.

Style
Schlicht, sanft und mit einem manchmal rauen Tonfall ist dieser Abschlussband geschrieben. Das liegt zum einen nicht nur daran, dass es dem Bösen endgültig an den Kragen geht, sondern auch an der Natur von Doyle und Riley.

Es geht sprachlich oft direkt zur Sache und dennoch ist der Schreibstil von einer Softheit geprägt, die die rauen Seiten der beiden Hauptfiguren gekonnt hervorhebt. Dagegen sticht die kindliche Fröhlichkeit von Annika, der Meerjungfrau, fast schon zu stark hervor.

Die Handlung ist etwas verändert, es geht nicht nur um das Finden des Eis-Sterns, es geht auch um den Zusammenhalt, um das, was eine intakte Familie nach außen bewirken kann. Aus der personalen Perspektive von Doyle und Riley geht es in eine entschlossene Suche nach Hinweisen, und der Fundort ist letztendlich nicht nur für den Leser eine richtige Überraschung.

Charaktere
Eine Meerjungfrau, eine Seherin, ein Magier, ein Werwolf, ein Zeitreisender und ein Unsterblicher. Alles Charaktere, die man eher in einem Fantasyroman vermuten würde, als bei Nora Roberts. Doch den Spagat zwischen Fantasy und normalem Roman schafft die Autorin durch die Verbindung zur Magie und dem Zauber Irlands, auf gekonnte Weise. Der absolute Kampfgeist im positiven Sinne, der Drang und Wille, sich nicht unterkriegen zu lassen und sich dabei selbst treuzubleiben. Die meisten Figuren in diesem Roman haben eine schöne Tiefe und Selbstbewusstsein.

Riley ist sich ihrer Fähigkeit als Werwolf nur zu bewusst. Ihr Instinkt, ihre Intelligenz und ihre Kombinationsgabe lassen sie so manches Rätsel lösen und ihre Geduld ist ein zusätzliches Plus. Wie sie am Ende reagiert, war einfach toll.

Doyle ist als Unsterblicher an alles gewöhnt. Ihn kann nichts mehr schrecken, überraschen oder erstaunen und doch ist jede Minute mit Riley Überraschung pur. Sein Hang, sich von allem zurückzuziehen und niemanden wirklich an sich heranzulassen, wird schwieriger je mehr er und Riley sich kennenlernen.

Fazit
Ein gelungener Abschluss, auch wenn das Ende für Nora Roberts ungewöhnlich kitschig ist. Dennoch empfehlenswert.

Wertung
4 Sterne

best wishes
Vi@Inkvotary

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BLOGAKTION: Follow Friday ~ Social Media in der Blog-Community

ffbyfw_logoVon Sonja von A Bookshelf Full Of Sunshine ins Leben gerufen, von FiktiveWelten mit neuem Logo fortgeführt. 

Die BlogAktion dient der munteren Kommunikation unter Bloggern, einem guten Netzwerk und soll vor allem Spaß machen. 

Laufzeit der Frage: Freitag bis Donnerstag. Regeln. Keine Anmeldung nötig.

 

[FF-42] Wie stehst du zu Social Media (Twitter, Instagram, Facebook, Youtube und Co.)?

Zu Beginn der FiktivenWelten anno 2010 zählten in erster Linie Rezensionen auf dem eigenen Blog. Vielleicht noch hier und da gestreut, und wer sich darüber hinaus vernetzen wollte, nutzte Facebook. Damals noch größtenteils via persönlicher Chronik. Als ich nach längerer Blogpause im letzten Sommer in die Blog-Community zurückkam, hatte sich doch einiges geändert. Wer wirklich mitmischen will, benötigt nun scheinbar mehr! Instagram, Pinterest, Twitter, Facebook als Fanseite und am besten auch noch einen YouTube-Channel. Doch was sind die Vorteile? Worin steht man zurück, wenn man sich nicht überall präsent zeigt? Gerade aktuell gibt es einige Beiträge, gar Diskussionsherde, über die Blog-Community. Ich will die ganze Thematik hier gar nicht groß ausrollen, das lässt sich andernorts nachlesen. Hier und da inklusive meiner eigenen Meinung dazu. Was mir aber bei all den Gesprächen / Streits und Umfragen aufgefallen ist: Früher war alles besser! ;o)

Nein ehrlich, subjektiv empfunden, sind mir Rückblicke an meine Anfangszeit, das Miteinander der Blogger und die Prioritäten wirklich lieber. Andererseits liebe ich es, mir all die schönen Fotos auf Instagram anzusehen, die lockeren Kommunikationen auf Twitter und ich lausche ebensogern den Videos mancher Booktubern. Blogbesuche UND sämtliche Social Media Kanäle verfolgen, frisst unglaublich viel Zeit. Das ist definitiv ein großer Nachteil! Ich muss und möchte auch gar nicht überall im Boot sein. Vor allem macht mir aber die Bedeutung der Blogs und der Ursprungsgedanke Sorge.

Viele beklagen sich darüber, dass Rezensionen kaum Anklang finden, oder dass die Kommunikation per se auf den Blogs eher maue Wege einschlägt. Und diesen Punkt finde ich verdammt schade! Klar, lässt sich im Social Media Bereich, gerade bei Twitter, fix ein Austausch finden. Genauso schnell entstehen dabei aber eben auch die genannten Streitgespräche (beispielsweise um Rants). Wenn man dieses ganze Hickhack über unterschiedliche Themen verfolgt, vergeht einem ja schon fast die Lust am Bloggen.

Noch erschreckender finde ich, dass die Menschen hinter den Blogs in Umfragen offensichtlich kaum noch wert auf Rezensionen legen. War das nicht eigentlich eine Priorität des Bloggens? Ich selbst kann mich nicht über mangelnde Kommentare auf meinem Blog beklagen, aber was ist mit den vielen kleinen und vor allem neuen Blogs? Keine Ahnung, wie ich dieses Gefühl in Worte fassen soll. Aber ihr kennt ja beispielsweise die Kluft zwischen Arm und Reich. Eine ähnliche Entwicklung sehe ich zwischen so genannten erfolgreichen Blogs und solchen mit weniger Reichweite. Auffallend ist tatsächlich, dass sich das auch in den Social Media Bereichen spiegelt, wo Letztere womöglich nicht mal vertreten sind. Ich finde es traurig, dass es Aktionen wie #litnetzwerk oder #miteinanderstattgegeneinander überhaupt bedarf. Beides tolle Sachen, aber die Notwendigkeit ist doch wirklich betrüblich. Ich erinnere mich an früher, wo wir uns ganz selbstverständlich gegenseitig unter die Arme gegriffen haben. Heutzutage sind sich leider viele selbst die nächsten.

Wo ist die Menschlichkeit in der Bloggerwelt hin? Geht es wirklich nur noch um Followerzahlen, Klicks und Cliquenbildung bei Twitter, Facebook und Co.?

Wie seht ihr die Entwicklungen in der Blog-Coummunity – sind Social Media ein Muss, läuten sie sogar einen Wandel ein oder wünscht ihr euch euren Blog zurück in den Mittelpunkt?

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REZENSION: Eiszeit ~ Shelly Kaldunski

Titel: Eiszeit – Über 50 Rezepte für Eiscreme, Frozen Yogurts, Sorbets und Toppings
Autor: Shelly Kaldunski
Übersetzung:
Veronika Knesl
Seitenzahl:
112 Seiten
Erschienen: März 2017
Preis Print: 14.99 EUR
ISBN: 978-3-517-09531-8
Verlag: Südwest

Heiß auf Eis!

Eis liebt einfach jeder – am besten selbst gemacht. Die Eiszeit zeigt, wie man ganz einfach tolle Eiskreationen zaubern kann, mit wenigen Zutaten und geringem Aufwand. Nach einer kurzen Einführung in das Einmaleins des Eismachens geht es auch gleich los: Ausgefallenen Sorten wie Salzkaramell-Eiscreme und Orange-Kardamom schmecken nicht nur direkt aus der Maschine, sie beeindrucken als Dessert beim Dinner unter Freunden auch den anspruchsvollsten Gast. Wer es nicht ganz so gehaltvoll mag, probiert die abwechslungsreichen Rezepte für Sorbets, Granitas und Frozen Yoghurt. Selbstgemachte Waffeln, bunte Toppings und süß-cremige Milchshakes ergänzen das Buch – so findet jeder Eisliebhaber seine Lieblingserfrischung.
(Inhalt + Cover © Südwest)

Rezension:

>Like ice in the sunshine, like ice in the sunshine, I’m melting away on this sunny day.< (1986, Beagle Music Ltd.)

Jeder kennt diesen Song und jeder liebt Eiscreme. Na gut, fast jeder. Auch für uns gehört Eis zu den Grundnahrungsmitteln und zwar rund ums Jahr. Als die ersten Eismaschinen auf den Markt kamen, waren wir sofort Feuer und Flamme. Seither wurde viel ausprobiert und experimentiert. Dank SHELLY KALDUNSKI gibt es nun noch ein paar Favoriten mehr in unserem umfangreichen Repertoire. EISZEIT enthält, wie der Untertitel schon sagt, ÜBER 50 REZEPTE FÜR EISCREME, FROZEN YOGURTS, SORBETS & TOPPINGS. Hier ist mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas dabei!

Der Aufbau des Buchs ist übersichtlich und ansprechend. Zunächst ebnen Inhaltsverzeichnis und Einleitung den Weg zu innovativen Gaumenfreuden. Kindheitserinnerungen werden geweckt, Eissorten im Überblick erklärt, Zutaten und Zubehör sowie Grundlagen rund ums eigene Eis benannt. Möglichkeiten selbstgemachter Mischungen gibt es wie Sand am Meer. Eine kleine Auswahl von süß bis pikant zeigt erste Ideen und motiviert, selbst kreativ zu werden. Danach geht’s ans Eingemachte! Vielmehr folgen im Herzstück des Titels abwechslungsreiche Rezepte, unterteilt in Cremeeis und Softeis, Frozen Yogurt und Milchsorbets, Sorbets und Granitas sowie Waffeln, Cookies, Saucen & Toppings. Die Waffeltüten gibt es übrigens auch glutenfrei. Wir lieben das salzige Karamelleis, waren gespannt auf das mexikanische Schokoladeneis mit Chilischoten und Cayennepfeffer und sind begeistert vom weißen Schokoladensofteis und den Eis-Shakes, um nur Beispiele zu nennen. Cookies und Brownies gehen ohnehin immer. Und die Zuckerstreusel haben wir uns auf die To-do-Liste gesetzt. Für den kombinierten Genuss hat sich die Autorin DIY-EIS-PARTYS ausgedacht. Hier führt sie zuvor benannte Rezepte nach dem Baukastenprinzip zusammen. Tolle Vorschläge für eine leckere Eisschlemmerei allein, zu zweit oder gleich im gesamten Familien- oder Freundeskreis. Im Anhang vereinfacht ein alphabetisch sortiertes Register den gezielten Zugriff über Stichworte wie Eissorten oder einzelne Zutaten.

EISZEIT erscheint im handlichen Hardcover im Südwest Verlag. Wer nicht schon bei den Rezepten dahinschmilzt, wird sich garantiert beim Betrachten der seitenfüllenden Fotos die Finger lecken. Ein Hauch von Vintage und der Stil moderner Eiscafés gefallen mir ausgesprochen gut.

Fazit:

Von der Waffel über die Eiscreme bis zu den Zuckerstreuseln – hier wird alles selbst gemacht. SHELLY KALDUNSKI präsentiert leckere, moderne, teils auch ungewöhnliche Ideen. EISZEIT ist nicht nur zum Nachahmen geeignet, sondern regt auch Neugier und Motivation zu eigenen Experimenten an. Ein tolles Buch für alle Naschkatzen und Eisliebhaber!

Hinweis:

Für den Großteil der Rezepte ist eine Eismaschine unverzichtbar!!


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WORTWERT: abc.etüden ~ schreibwoche 28.17

Von Rina.P inspiriert, habe ich die abc.etüden von Christiane für mich entdeckt.

Die Regeln sind einfach:

3 vorgegebene Begriffe, maximal 10 Sätze ergeben eine kleine Kurzgeschichte.
Zur entsprechenden Schreibeinladung verlinken – fertig!

 

Auch diese Woche hatte ich eine spontane Idee für die aktuelle Schreibeinladung. Und nachdem ich beim letzten Mal ein fröhliches Abenteuer einging, gibt es heute zur Abwechslung ein trauriges Intermerzzo. Übrigens rein fiktiv. ;o)

Die Begriffe für die Schreibwoche 28.17 hat sich autopict ausgedacht:

Mondsichel – Zäsur – kontrollieren

Abschied

Es gab ausreichend Hinweise und Unstimmigkeiten. Ebenso viele Möglichkeiten, ihn zu kontrollieren. Doch sie brauchte keine Beweise, sie wusste Bescheid. Als er nach all den Jahren stillschweigend die Wohnung verließ, kam dies dennoch einer harten Zäsur gleich. Sie hatte nicht erwartet, je wieder allein zu sein. Ungebunden und frei. Eine Freiheit, um die sie nicht gebeten hatte. Sie stand da, in dieser kalten Winternacht, und beobachtete durch das Fenster im ersten Stock, wie er vor dem Haus seine letzten Habseligkeiten im Kofferraum verstaute. Dunkle Wolken schoben sich vor die Mondsichel und ihr rannen Tränen über die Wangen. Einst dachten beide, ihre Liebe hielte bis in alle Ewigkeit …


Zehn Sätze sind wenig, um den gesamten Spielraum der Trauer zu umfassen.
Hoffentlich hat es trotzdem im Ansatz funktioniert. Was meint ihr?

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REZENSION: Scream Run Die ~ Tanja Hanika

Titel: Scream Run Die
Autor: Tanja Hanika
Seitenzahl:
115 Seiten
Erschienen: Mai 2017
Preis Print: 7.99 EUR
ISBN: 978-1545386590
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Roadkill und Rache.

Angetrunken überfährt Milton etwas. Aber was? Ein seltsames Tier oder doch einen Dämon aus der Hölle? Mit dem Blut des Opfers treiben Milton und seine Teenager-Freunde ihr Spiel. Dafür sollen sie mit dem Tod bezahlen. Ein Killer mit einer Pestarzt-Maske will sie alle umbringen. Wer kann diese Nacht überleben?

Ein blutiger, verrückter Horrorsplatter-Kurzroman, der einige Filmklischees aufgreift, auf den Kopf stellt und dabei nicht allzu ernst genommen werden möchte.

Inklusive »Survival«-Tipps des Killers. (Inhalt + Cover © Tanja Hanika)

Rezension:

Alkohol, Mädchen und allerlei Unfug – Milton ist alles, nur kein Musterknabe! Sein Leben ist Action pur und er selbst hält sich für megacool. Nichtsdestotrotz bringt ihn ein kleiner Glückskeks unerwartet aus der Bahn. Ein Zitat von Leonardo da Vinci bringt gar seine Gedanken auf Hochtouren. Während der Suche nach dem Sinn des Lebens, knattert Milton mit seinem Auto durch Regen und Dunkelheit. Plötzlich holpert er über irgendeine Kreatur. Was genau, bleibt ihm schleierhaft. Es hat Arme, Beine und wirkt menschenähnlich.

>> Das Grauen umfing ihn wie die schweißnassen, fetten Arme einer unliebsamen Tante, deren Küsse man zu ertragen hatte. << (Kapitel 1, Seite 11)

Ihm geht ordentlich die Düse. Blut, überall Blut! Auf dem Asphalt, auf dem Kadaver und tags darauf auch auf dem Ouija Board einer spontanen Séance im Freundeskreis. Aus einem Scherz geboren, wird die Gefahr plötzlich zur bitteren Realität. Ein vermeintlicher Dämon schwört Rache. Menschen werden sterben …

>> Ohne weitere Worte zu verlieren, stach der Killer immer wieder mit seinem Messer zu. << (Kapitel 10, Seite 107)

Schon die Inhaltsbeschreibung des Kurzromans SCREAM RUN DIE klingt schaurig-schräg und verspricht amüsante Unterhaltung. Und genau das serviert TANJA HANIKA ihrer Leserschaft auf einem Silbertablett!

Die zehn Kapitel, in dritter Person Singular aus verschiedenen Perspektiven verfasst, könnten tatsächlich einem dieser typischen Horrormovies entstammen, bei denen man als Zuschauer unaufhörlich den Kopf schüttelt. Eine Leiche im Kofferraum, munteres Gläserrücken und obendrein dem Killer mit einem Küchenmesser in die Arme laufen. Na klar, was auch sonst fiele einem in solcher Situation als erstes ein?!

Die Autorin schlachtet den Plot im wahrsten Sinne des Wortes gründlich aus. Eine Figur nach der anderen hätte den Abend mal lieber zu Hause verbracht. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, über wenige sprachliche Stolpersteine lässt sich locker hinwegsehen. Das Geschehen wirkt lebendig und filmreif. Hier und da darf man mit einer kleinen Überraschung rechnen. Der Mörder kennt jedoch kein Pardon, hat allerdings nach jedem Kapitel einen mehr oder weniger ernstgemeinten Survival-Tipp parat. Aber handelt es sich wirklich um einen Dämon? Vielleicht macht auch er früher oder später einen fatalen Fehler? Und Irren ist bekanntlich menschlich …

SCREAM RUN DIE erscheint sowohl im Print als auch im eBook-Format. Das Taschenbuch fühlt sich mit etwas Fantasie dank der Softtouch-Oberfläche fast wie eine klamme Leiche an. Der Titel in roter Farbe weckt natürlich sofort die Assoziation an Blut. Passt!

Fazit:

SCREAM RUN DIE ist Horror zum Schmunzeln, actionreich und blutig. Der Leser bekommt exakt, was der Klappentext verspricht. TANJA HANIKA vertreibt mit ihrem Kurzroman gezielt die Langeweile – ein lustiges Gruselintermezzo für zwischendurch!


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